Marcus Gullner, der Fotograf des Meteoriten. Foto: Gullner

Ein sensationelles Foto ist dem Raidinger Lehrer Marcus Gullner geglückt. Er hat einen außerirdischen Stein, einen Meteoriten aus dem Weltall fotografiert – durch Zufall. Er wollte nämlich nur seinen Sohn Lucas knipsen.

Der Meteorit ist Anfang April mit einer Geschwindigkeit von 72.000 Stundenkilometern auf die Erde zugerast. Bestätigt hat die ESA, die Europäische Weltraumorganisation, „dass es sich um einen Steinbrocken aus dem All gehandelt haben dürfte, der auf seinem Irrflug durchs Weltall die Bahn der Erde gekreuzt hat“.

„Falls ein Teil des sichtbar gewesenen Feuerballs auf der Erde aufgeschlagen ist, dann dürfte es in Deutschland gewesen sein, im Nationalpark Berchtesgarden nahe der österreichischen Grenze“, erklärt Ludovic Ferrière, der Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums ­Wien, auf Nachfrage von BURGENLAND MITTE. Vom fotografierten Meteoriten sei jedenfalls bis heute noch nichts gefunden worden. Und nach neuesten Schätzungen dürfte das größte Stück des „außerirdischen“ Steinbrockens „nicht größer als ein Hühnerei“ sein, meint Ludovic Ferrière.

Übrigens, die US-Weltraumbehörde NASA schätzt, dass ein Mal pro Jahr viel größeres außerirdisches Gestein auf der Erde aufschlägt, nämlich ein Riesenbrocken so groß wie ein Auto.

Lucas Gullner mit Meteorit im Hintergrund / Foto: Gullner