Hans Tesch im Gespräch mit Miss Burgenland / Foto: Tesch

Die Mischung ihrer Gene hat’s in sich! Der Vater aus dem kleinen Kaisersdorf, die Mutter aus der Weltstadt Tokio. Miriam Millonig ist eine vielseitige, selbstbewusste und – wie jeder sehen kann – sehr hübsche Persönlichkeit, die den Titel „Miss Burgenland“ zu Recht trägt.

„Jetzt genieße ich es schon, Miss zu sein“, erzählt Miriam Millonig ein paar Wochen nach der Wahl. „Ich habe viele neue Menschen kennengelernt. Ich fühle mich sehr wohl auf der Bühne und auf dem Catwalk. Und auch die Fotoshootings gefallen mir sehr gut.“ Sie versuche, ihr Leben sehr abwechslungsreich zu gestalten. „Das Modeln für Mode und die Tätigkeit als Gesichtsmodel haben eine besondere Abwechslung gebracht“, sagt die 23-Jährige.

Möchte Vorbild sein

Miriam will als Miss in der Öffentlichkeit wirken: „Die Persönlichkeit ist wichtig. Ich möchte Vorbild sein. Ich möchte jungen Mädchen Mut machen, selbstbewusst aufzutreten. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man sich was traut.“ Der Gedanke, sich bei der Miss-Wahl zu bewerben, ist ihr schon in den letzten Jahren öfters gekommen. Auch ihre Mutter hat ihr geraten, mitzumachen. Letztendlich hat ein Bekannter über Instagram den Anstoß gegeben. Und sie hat spontan reagiert: „Jetzt wird’s Zeit. Entweder – oder.“ Und sie hat’s geschafft!

Vielseitig, ehrgeizig, flexibel

Miriam ist zweisprachig aufgewachsen, mit Deutsch und Japanisch. Und Professoren aus Tokio haben ihr bestätigt, dass sie das akzentfrei spricht. „Ich arbeite an mir selbst sehr hart. Ja, ich bin ehrgeizig.“ Sie bezeichnet sich auch als vielseitig und flexibel. Und Lernen gehöre sogar zu ihren Hobbys: „Wenn ich lerne, vergesse ich alles andere um mich. Lernen macht mir Spaß. Und es entspannt mich sogar. Ich bin ein zufriedener Mensch, ein Mensch mit positiver Grundeinstellung. Ich versuche, in allen Sachen Freude zu empfinden. Und ich kann Leidenschaft empfinden.“

„Mich ärgert nichts!“

„Ich bin eine robuste Natur. Mich ärgert nichts!“, beschreibt sich die Miss Burgenland mit eigenen Worten. Freude könne man ihr mit kleinen Dingen machen. Viel Wert lege sie auf Persönlichkeit und Charakter: „Ich bin ein ehrlicher und offener Mensch – und entwickle mich ständig weiter. Diese Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit ist mir sehr wichtig. Aber so, dass ich mir dabei selbst treu bleibe.“

Sie tanzt für ihr Leben gern

„Ich habe lange Zeit Ballett getanzt, von klein auf. Ich hatte auch öffentliche Auftritte in der Staatsoper“, blickt die Miss Burgenland auf ihre Kindheit zurück. „Ich musste diszipliniert sein. Ich habe gelernt, was Disziplin bedeutet.“ Sie tanzt auch heute noch gerne Gesellschaftstänze: „Ich habe in der Tanzschule Elmayer in Wien gelernt, das Gold-Star-Tanzleistungsabzeichen gemacht – und vor ein paar Jahren ebendort neben dem Studium auch als Tanzlehrerin gejobbt.“ 

Model für Mama

Miriams Mutter Kaori ist Modedesignerin und schneidert auch selbst, vor allem Damenmoden und Ballkleider. Und diese freut sich, jetzt einen Profi als Model zu haben. Ihre Oma – wie auch ihr Onkel – wohnt in der Nähe der Millionenstadt Tokio. Hat Miriam auch etwas typisch Japanisches? „Kann schon sein. Ich bin diszipliniert, pflichtbewusst, sehr rücksichtsvoll, höflich und bescheiden. Und Japaner sind zurückhaltender.“ 

Entspannung bei der Oma in Kaisersdorf

Miriam Millonig ist an Wochenenden öfters und gerne in Kaisersdorf bei ihrer Oma. Sie schätzt diese Tage im Mittelburgenland. „Kaisersdorf, wo mein Vater geboren ist, ist ein ruhiger, schöner Ort zum Entspannen und Abschalten. Der Ort ist gut gegen den Lernstress“, schwärmt die Miss Burgenland. Und im Sommer genieße sie auch das Schwimmbad. „Als Miss hat man mich in Kaisersdorf sehr herzlich willkommen geheißen. Besonders Oma und Opa waren sehr stolz“, beschreibt Miriam Millonig die letzten Wochen. Und eines sei unverändert geblieben: „Oma Herma verwöhnt mich mit ihren Mehlspeisen – mit Nussstrudel und Bananen-Schoko-Kuchen.“

Traumberuf Fernseh-Moderatorin

Miriam ist Frühaufsteherin. Sie sieht sich als Energiebündel, das mit wenig Schlaf auskommt. Und sie ist fleißig. Sie arbeitet derzeit neben dem Studium als geringfügig Beschäftigte beim Verein für Konsumenteninformation. Sie kann sich vorstellen, auch jetzt nach der Miss-Wahl weiterzuarbeiten, obwohl sie schon einige Jobs als Model begonnen hat. 

Die Miss Burgenland ist zielorientiert. Sie will so schnell wie möglich ihr Jus-Studium – Wahlfach Japanisches Recht – abschließen; nächstes Jahr will sie „Magistra“ sein. Und danach? Jedenfalls sucht sie nicht eine Arbeit im Büro einer Rechtsanwaltskanzlei. „Ein Job in der Öffentlichkeit würde mir gefallen. Mein Traumberuf ist Fernseh-Moderatorin.“

Foto: Millonig