Foto: Heinrich

Es muss eine beeindruckende Zeremonie sein, wenn bei einer Hochzeit in Peking aus einer 18-Liter-Goliath-Flasche der Deutschkreutzer Spitzenwein Cupido – „Gott der Begierde“ – ausgeschenkt wird. „Die Chinesen sind sehr großzügig. Repräsentation ist ihnen wichtig“, erzählt Weinproduzentin Silvia Heinrich, die in Deutschkreutz rund 43 Hektar bewirtschaftet. Seit 8 Jahren exportiert sie ihre Prestigeweine und den klassischen Blaufränkisch auch nach Fernost. Begonnen hat alles in Wien – mit dem Kommentar des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao. „Unser Goldberg Reserve schmeckt ihm besser als der Bordeaux“, zitiert ihn Silvia Heinrich. Und was dem Staatsoberhaupt schmeckt, das wollen auch seine Landsleute trinken. Zwei „Goldberg-Shops“ betreibt das Weingut Heinrich derzeit in China gemeinsam mit ortsansässigen Partnern. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Geschäft. Was ausgemacht wird, hält. Man muss aber wissen, dass österreichischer Wein nur Insidern bekannt ist. Und diese kennen sich aus und suchen unsere Weine.“ Der Preis ist für die wohlhabenden Chinesen ein Qualitätsmerkmal und kein Hindernis. Für eine 0,75-Liter-Flasche Cupido oder Elegy zahlt man in Österreich 70 Euro. Die Chinesen zahlen zu Hause – wegen hoher Transportkosten in Kühlcontainern und hoher Zölle – das Doppelte. In die Großflasche passt der Inhalt von immerhin 24 Bouteillen hinein.