Konjunkturschwäche drückt den Arbeitsmarkt
Helmut Gillinger   
Montag, 23. Februar 2009
Der burgenländische Arbeitsmarkt bekommt immer mehr die Wirtschaftsflaute zu spüren.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit bleibt  mit 7,8 Prozent deutlich über  Vorjahresniveau, auf Bundesebene beträgt diese aber 12,2 Prozent. Somit weist das Burgenland hinter Wien die zweitniedrigste Steigerungsrate auf. Die 12.029 burgenländischen Arbeitslosen sind überwiegend Männer (Baugewerbe!),  mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen haben aber eine Wiedereinstellungszusage. Mag. Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des  AMS Burgenland: „Vom Konjunktureinbruch waren Jugendliche und AusländerInnen sowie  ArbeitnehmerInnen aus dem Exportbereich in Industrie und Gewerbe  besonders  betroffen.  350 Jugendliche stehen derzeit in einer Lehrausbildung und haben zu einer massiven Reduktion der Ausbildungslücke geführt“.  1.960 BurgenländerInnen besuchen derzeit ein Qualifizierungsangebot des  AMS.

Große Nachfrage von Seiten der Dienstgeber herrscht  nach  Kurzarbeit. Fünf burgenländische Unternehmen mit rund 640 Mitarbeitern haben einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Diese erhalten eine Förderung in Höhe von rund 1,1 Mio.  Euro. Insgesamt geht man im Burgenland von einer weiteren Zunahme der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit aus, glaubt aber weiterhin an eine unterdurchschnittliche Steigerung. Mit 84.471 unselbstständig Beschäftigten gab es eine Steigerung der Beschäftigten um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.