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„Ich gehe in Pension, aber nicht in den wohlverdienten Ruhestand“ - Ing. Gottfried Horvath bleibt dem Naturerlebnis museum mit seinem unendlichen Engagement erhalten. |
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„Es hat mir Freude gemacht!“ Replik eines Wirkens |
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Edith Wieser-Mayrhofer
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Freitag, 26. Februar 2010 |
„Die Familie des Gottfried Horvath war in unmittelbarer Reihenfolge durch 120 Jahre für die Domäne Esterházy tätig“ ... die 45 Jahre Gottfried Horvath sind ein erklecklicher Anteil daran - Esterházy Kulturdirektor Mag. Karl Wessely beginnt seine Dankesrede im Rahmen der Abschiedsparty im Jahr 1965, wo Gottfried Horvath`s Försterlaufbahn bei der damaligen Dr. Paul Esterházy`schen Forstdomäne Eisenstadt begann.
Foto: © www.lukasbeck.com
In diesen 45 Jahren, zwischen 1965 und 2010, liegen viele Höhepunkte im Berufs- und Privatleben eines Mannes, der durch seine sonore Stimme mit dem tiefen Timbre niemals zu überhören war.
Gottfried Horvath - Musiker und Naturmensch
Diese Liebe zur Musik... mehr noch diese Leidenschaft - sie hat ihm 1968 und 1970 zum Sieger im international besetzten Schlager- und Chansonwettbewerb „Salzburger Bergkristall“ gemacht und ihn mit der damaligen Kultband „Corpus de licti“ und Auftritten mit der ORF Big-Band als erfolgreichen Musiker in der Musikszene etabliert.
Leidenschaft Nummer Zwei ist die Natur und - das Holz. Dir. Wessely: „Ich habe niemals einen Menschen so weise über Holz sprechen gehört, wie ihn.“
Dazu passte vor 10 Jahren die Übernahme der Leitung des Museums „Der Natur auf der Spur“ im ehemaligen Wirtschaftstrakt des Renaissanceschlosses Lackenbach - einer multimedialen, interaktiven musealen Betrachtung der Lebensräume von Wald und Fluss mit allen Sinnen, das bisher über 90.000 Besucher in seinen Bann gezogen hat. Es wurde 2008 mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.
Kultureller Hot-Spot: Ing. Gottfried Horvath und Schloss Lackenbach
Die alten Mauern des Schlosses Lackenbach haben seither viel gesehen: Autorenlesungen, Konzerte, Weindegustationen und viele andere Veranstaltungen mit Künstlern aller Genres haben das Schloss zu einem Ort der Begegnung gemacht.
Udo Jürgens, Karel Gott und die österreichische Pop-Elite von Fendrich bis Ambros und die EAV sind seiner Einladung in den Bezirk - sehr zur Freude ihrer Fans - gefolgt.
Seit 2005 ist Schloss Lackenbach Ausgangspunkt des wohl einzigartigen Musik-Festivals „Weinklang“. Ausgehend von seinen Wurzeln in der Region umfasst das Weinklang-Programm feinst aufeinander abgestimmt Musikgenuss, Malerei, bildnerische Kunst, sowie Weine und kulinarische Köstlichkeiten aus dem Burgenland und begeistert jedes Jahr mehr als 2000 Besucher an Originalschauplätzen in Horitschon, Deutschkreutz, Lackenbach und Raiding.
„Freude am Dienst an den Mitmenschen“
„Das war schon immer so“, beweist Gottfried Horvath mit seinem Engagement als Betriebsratobmann, Landesvorsitzender und Bundesvorsitzender-Stellvertreter der Sektion Land- und Forstwirtschaft, als Kommunalpolitiker von 1975 bis 2010 - er war Vizebürgermeister von Kobersdorf von 1986-1992, als Pfarrgemeinderat und Organist der Pfarre Kobersdorf und der Filiale Oberpetersdorf und als Mitbegründer und Landesobmannstellvertreter des Bgld. Hilfswerkes und Gründer und Obmann der Sozialstation Kobersdorf-Oberpetersdorf-Lindgraben. Gottfried Horvath: „Wir müssen für die älteren Menschen da sein, sie haben das Recht darauf, einen ruhigen Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung verbringen zu dürfen.“
Als Spiegelbild dieses Engagements sind daher die vielen Auszeichnungen zu verstehen:
1993 Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Burgenlands
1995 Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Östereich durch Bundespräsident Dr. Klestil
1998 Verdienstmedaille des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes
1998 Ehrenzeichen der Republik Kroatien für humanitäre Hilfe während des Balkankrieges
2010 Ehrenzeichen der Gemeinde Lackenbach
„Nicht mein Werk allein...“
„Ich habe immer wieder hervorragende Menschen und Mitarbeiter an meiner Seite gehabt“, dankt Oberförster Horvath mit Blick auf seine drei Damen Doris Pultz, Brigitte Strehn und Gisi Bertha, „sie sind mit mir das Herz dieses Kulturbetriebes Lackenbach.“
Besonderer Dank aber gebühre seiner Familie, Gattin Margarete und seinen Kindern Christoph, Iris und Raphael, denn „ich war berufswegen sicher viel unterwegs, da braucht man eine verständnisvolle Familie.“
Der Kreis schließt sich dann doch wieder bei der Musik. Dir. Wessely: „Wo es drohte, langweilig zu werden, hat Gottfried die Gitarre genommen. Und Gottfried singt gerne, ob man will oder nicht. Meistens will man es!“
Sicher ist, man würde doch um ein Stück Kunstgenuss gebracht werden, wäre das nicht so!
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