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Für den Deutschkreutzer Bürgermeister Manfred Kölly macht die für das kommende Jahr geplante Elektrifizierung des Bahnstrecken-Abschnittes von Deutschkreutz nach Neckenmarkt/Horitschon wenig Sinn. |
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Für Pendler gäbe es sinnvollere Investitionen |
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Johann Tomsich
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Donnerstag, 19. November 2009 |
Von der Politik werden nicht nur ökonomisch vernünftige, sondern manchmal leider auch sehr umstrittene Infrastrukturprojekte in die Tat umgesetzt. In so einem Falle könnte man meinen, die dafür verantwortlichen Landespolitiker möchten sich ein Denkmal setzen.
Derzeit führt die Oberleitung nur bis zum Bahnhof Deutschkreutz. Ab 2010 soll der Streckenabschnitt von Deutschkreutz nach Neckenmarkt/Horitschon ebenfalls elektrifiziert werden.
Ein Beispiel für diese Annahme wird derzeit mit der Elektrifizierung des Bahnstreckenabschnittes zwischen Deutschkreutz und Neckenmarkt/Horitschon geliefert. Im kommenden Jahr soll dazu mit den Arbeiten begonnen werden. So wie es der vormalige Infrastrukturminister Werner Faymann schon für das Jahr 2008 vollmundig angekündigt hatte.
Trotz zweijähriger Verzögerung ist ein Umdenken der Landespolitik ausgeblieben. Man übersah gefliessentlich, dass der „Probelauf“ mit Dieseltriebwägen bei den Pendlern aus Neckenmarkt, Horitschon und Unterpetersdorf kaum eine Resonanz erfahren hat. Die überwiegende Zahl dieser Bahnpendler nach Wien und Eisenstadt benutzt nach wie vor den PKW oder den Pendler-Zulieferer-Bus, um nach Deutschkreutz zu kommen. Letzterer holt die Fahrgäste bekanntlich aus den Ortszentren ab, wodurch sie sich den weitaus weiteren Anmarsch zum Bahnhof ersparen können.
Pendlerinteresse: Kürzere Fahrzeit
Ein zweistelliger Euro-Millionenbetrag soll nun in die „Ertüchtigung“ des besagten Streckenabschnittes gepumpt werden. Nicht allein für die Elektrifizierung, sondern auch in den Gleisunterbau. Damit die Züge auch wesentlich schneller fahren können als jetzt, müssen zusätzlich noch die Übergänge gesichert werden. Auch solche, wo nur Feldwege die Bahnstrecke kreuzen.
Für den Deutschkreutzer Bürgermeister und „Freie Bürgerliste“-Kandidat bei der Landtagswahl 2010, Manfred Kölly, gebe es sinnvollere Infrastrukturprojekte. Etwa eines, das den Wien-Pendlern wesentlich mehr bringen würde: Mit einer zweigleisigen Führung der Strecke bei Pottendorf könnten nämlich dort durch Wegfall der Wartezeit auf den Gegenzug an die 8 Minuten Fahrzeit „gewonnen“ werden.
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