|
Impfsymposium in Deutschkreutz |
|
Burgenländisches Impfwesen liegt in guten Händen |
|
|
|
Administrator
|
|
Freitag, 30. Oktober 2009 |
Am 17. Oktober fand im Vinatrium das Burgenländische Impfsymposium statt. Bereits das dritte Mal tagten Österreich´s anerkannte Impfspezialisten in Deutschkreutz.
v.l. Landesschularzt Dr. Michael Heinrich, Impfreferent Dr. Albrecht Prieler, Prof. Dr. Hubert Hrabcik, Generaldirektor für öffentliche Gesundheit, WHR Dr. Claudia Krischka, Leiterin Gesundheit der Bgld. Landesregierung, Bgm. Manfred Kölly, Kreisarzt Dr. Gerald Königer, Bezirksärztevertreter Dr. Stefan Karall
Bgm. Manfred Kölly erfreut, dass das Vinatrium als Tagungsort gewählt wurde. „Der Rahmen ist hier optimal gegeben, für ein so hochkarätig besetztes Team. Dadurch kommen die Leute immer wieder gerne, auch privat“, betont Kölly.
Neben der Aktualisierung des Impfprogramms stand natürlich das Thema Nr. 1, die Grippe Pandemie im Vordergrund. Obwohl es bislang in Österreich keine schwerwiegenden Krankheitsverläufe der Schweinegrippe gegeben hat, hat das Burgenland Vorsorge getroffen. Als Maßnahme gegen die Pandemie wird die Impfung empfohlen.
Impfaktion – gegen die Grippe Pandemie Influenza A/H1N1
Ab dem 27. Oktober wird geimpft. An erster Stelle wird das medizinische Personal in Gesundheits- und Pflegeberufen immunisiert.
Ab 9. November steht die Impfung für alle zur Verfügung. Vorrangig werden so genannte Risikogruppen geimpft, Menschen mit chron. Grunderkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Schwangere.
Der Wirkstoff ist für Kinder ab den 6. Lebensmonat zugelassen. Empfohlen wird die Impfung allen Menschen zwischen dem 18. und 49. Lebensjahr.
8 Bgld. Impfstellen – 2 mal Impfen erforderlich
Geimpft wird in jeder Bezirkshauptmannschaft/Gesundheitsamt und im Ambulatorium der Gebietskrankenkasse in Eisenstadt, voraussichtlich 1x in der Woche Mittwoch ab 14.00 Uhr. Für den Grippeschutz ist eine 2 malige Impfung im Abstand von 3 Wochen erforderlich. Allerdings könnte es vor Ort zu kurzen Wartezeiten kommen, da der Wirkstoff aus Kostengründen nur in 10er Einheiten erhältlich ist. Vorläufig wird der Impfstoff nicht in Arztpraxen und Apotheken abgegeben.
Kein 2-Klassen Impfstoff
Entgegen der in Deutschland entbrannten Diskussion über die den 2-Klassen Impfstoff wird in Österreich nur der „bessere“ Impfstoff „Celvapan“ der Firma Baxter verabreicht. Es gibt einen Vorvertrag für 16 Mio. Einheiten in Österreich.
16.000 Einheiten sind vorerst für das Burgenland vorgesehen. Der Impfstoff wird in Österreich von der Sozialversicherung bezahlt, der Versicherte zahlt lediglich die Rezeptgebühr.
„Das Schönste wäre, wenn wir keinen Todesfall hätten, und das Ende der Pandemie feiern könnten, gibt sich Prof. Dr. Hubert Hrabcik, Generaldirektor für öffentliche Gesundheit im Ministerium zuversichtlich.
Dennoch sollte man die saisonelle Grippeimpfung nicht außer Acht lassen, wie Dr. Claudia Krischka, die Leiterin des Gesundheitsamtes der Bgld. Landesregierung betont. „Nach Möglichkeit sollte man sich gegen beide Grippe Typen impfen lassen, der Abstand der „normalen“ Grippeimpfung zur Schweinegrippe sollte wegen möglicher Reaktionen 1 Woche sein“, erklärt Krischka.
Influenza A/H1N1
Die neue pandemische Grippe wird durch einen bislang unbekannten Virusstamm des Subtyps A/H1N1 verursacht. Der Begriff Pandemie bezeichnet Infektionskrankheiten, die mehrere Kontinente betreffen oder sich weltweit ausbreiten. Das neue Virus weist eine neue genetische Konstellation auf und wird bislang nur von Mensch-zu-Mensch übertragen. Es enthält Gene von Schweinen, Menschen und Vögeln und ist ein anderer Stamm als das bei Schweinen vorkommende H1N1-Virus. Ursprungsland der neuen Grippe ist Mexiko.
|