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Apotheker Mag. Alfred Szczepanski |
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Schnupfen & Co: Die Erkältung |
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Freitag, 30. Oktober 2009 |
Der Volksglaube, dass Erkältung etwas mit sinkenden Temperaturen zu tun hat, steckt schon im Wort selbst oder in der Verkühlung. Das kommt daher, weil die Krankheit mit der kalten Jahreszeit öfter auftritt. In Wahrheit sind Viren die häufigste Ursache.
Für über 90 % aller Erkältungsfälle sind nach heutigem Wissensstand Viren verantwortlich. Unter dem Oberbegriff verbergen sich über 200 Virenstämme, die Schnupfen, Husten, Halsweh, Gliederschmerzen, Frösteln und vieles mehr auslösen können, und vom harmlosen Nasenlaufen bis hin zum grippalen Infekt reichen.
Mythos
Dass Kälte nicht der Auslöser ist, zeigten wissenschaftliche Experimente. Wenn etwa in entfernten und isolierten Gegenden im Winter niemand aus der Siedlung krank wird, sondern der Schnupfen erst anfängt, wenn der Postbote ankommt: Und mit ihm die Viren in den Briefen. Auch das Prinzip der kalten Füße, die zur Erkältung führen, ist bereits im Laborversuch an Probanden durchgespielt worden. Die mit den kalten Zehen wurden nicht öfter krank als die mit den warmen. Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Erkältungen verursachen Abwehrreaktionen, die wiederum Frösteln, Schnupfen & Co auslösen um die Erreger loszuwerden. Nur bei der echten Unterkühlung wird es gefährlich, weil dann die Immunabwehr lahm gelegt und verwundbar wird.
Vorbeugen
Die Vorsorgemaßnahmen stützen allesamt das Immunsystem. Weniger Stress, Nichtrauchen, Alkohol und Kaffee nur in Maßen genießen, Sauna, Wechselbäder, Ausdauersport und genügend schlafen sind die klassischen Tipps. Bei der Ernährung gilt es phytochemische Stoffe aufzunehmen, die besonders in Broccoli, Kohlarten, Zitrus- und Beerenfrüchten, sowie in Zwiebel und Knoblauch vorkommen.
Achten sollte man auch auf die Hygiene. Speziell Taschentücher sind eine Viren-Brutstätte, die sofort nach dem Schnäuzen entsorgt gehört. Steckt man sie ein, ist die Körperwärme wie ein Brutofen für die Erreger. Benimmregeln, wie sich beim Niesen die Hand vor die Nase zu halten, sind ebenfalls nicht sinnvoll. Denn dann verteilen sich die Viren über die Hand auf Klinken, Schreibtisch usw. Deshalb sollte man sich – wenn es passiert – sofort die Hände waschen. Speziell an öffentlichen Plätzen wie Schulen, Spitäler oder Ämter erweist sich diese kleine Maßnahme als echte Hilfe – das zeigen Versuche, wo dadurch die Infektionen um 45 % gesenkt werden konnten.
Natürlich stützen
Vitamin- und Mineralstoffe als Nahrungsmittelergänzung helfen ebenfalls das Immunsystem aufzubauen. Spezielle Mischungen, dazu Zink oder Extrakte aus Pflanzen wie Echinacea oder Eleutherococcus stärken Ihre Abwehrkräfte. Rinnt die Nase und quält der Husten, helfen eine ganze Reihe an homöopathischen Wirkstoffen wie etwa Komplexmittel oder Einzelmittel wie Eisenphosphat gegen Entzündung.
Umfassende Beratung und genauere Details bietet Ihnen Ihre Apotheke.
Symptome der Erkältung:
Fieber unter 39 Grad, häufig Schnupfen, Halsweh, Muskel- und Gliederschmerzen, selten Atemnot, Brustschmerz, Kopfschmerz, Müdigkeit und „wirklich krank fühlen“. Symptome der echten Grippe: Fieber steigt oft über 39 Grad, Müdigkeit und Krankheitsgefühl sind stark ausgeprägt, häufig Kopf-, Brust-, Rücken-, Gliederschmerzen und Atemnot, seltener Schnupfen und Halsweh. Gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.
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