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Dienstag, 29. September 2009 |
Die Homöopathie setzt auf die Wirkung diverser natürlicher Substanzen. Dabei werden die Stoffe oftmals so sehr verdünnt, dass sie technisch kaum mehr nachweisbar sind. Der Homöopath setzt ausschließlich darauf, dass die energetische Wirkung erhalten bleibt.
Vor etwa 200 Jahren entdeckte Dr. Samuel Hahnemann das Prinzip der Homöopathie. Ihre Gegner, die meist darauf pochen, dass Substanzen in solchen geringen Konzentrationen nahezu wirkungslos sind, halten den Erfolgen der Homöopathie vor allem eines entgegen: Den Placebo-Effekt. Die Befürworter wiederum weisen ihre Erfolge und Erfahrungswerte vor.
Die Prinzipien
In der klassischen Schulmedizin ist z.B. ein Ausschlag ein Symptom, das bekämpft werden muss. Speziell bei akuten Erkrankungen oder Unfällen ist die schnelle Wirkungsweise der pharmakologischen Präparate durchaus richtig und gut. Dennoch kennen viele Patienten den Umstand, dass eine Grippe, die mit Antibiotika ausgeheilt wurde, sich nach ein paar Wochen immer wieder einstellt, oder der Ausschlag zurückkehrt. Gerade diese hartnäckigen und chronischen Fälle nimmt die Homöopathie ins Visier. Sie zielt nämlich darauf ab, körpereigene Abwehrkräfte zu stimulieren und wird daher auch als Reiz- und Regulationstherapie bezeichnet. Herausragend dabei ist die Simile-Regel, die man auch Ähnlichkeitsprinzip nennt.
Vereinfacht gesagt, wird dabei Feuer mit Feuer bekämpft. Würde also ein gesunder Mensch das Homöopathikum erhalten, würde das bestimmt Krankheitssymptome auslösen. Nimmt jedoch ein Mensch mit diesen Symptomen das Mittel, regt es seine Abwehrkräfte an und er gesundet. Die Homöopathie kennt verschiedene Potenzen der Mittel. Das ist nichts anderes als der Grad der Verdünnung. Verarbeitet werden Pflanzen, Minerale oder tierische Ausgangsstoffe indem sie verdünnt, verrieben und ineinander verschüttet werden. Das nennt man Potenzierung. Der Sinn der Verdünnung liegt darin, dass unerwünschte Stoffe und Wirkungen ausgeschwemmt werden und nur das reine, energetische Stoffliche über bleibt.
Substanzen und Anwendung
Die Zahlen neben den Namen der Ausgangsstoffe weisen auf ihre Potenz hin. Bei einem Homöopathen wird getestet auf welche Substanzen und Potenzen Sie gut reagieren. An sich gibt es Homöopathika als Tropfen, Verreibungen, Tabletten oder Salben. Die bekannteste Form sind Saccharosekügelchen, die sogenannten Globuli. Werden Substanzen kombiniert, nennt man das Komplexmittel, die breiter wirken und oft die Einnahme erleichtern.
Homöopathika sind gut verträglich und haben kaum Nebenwirkungen. Oft werden sie deshalb mit anderen Medikamenten kombiniert. Wird ein Schnupfen nach der ersten Einnahme stärker, zeigt das normalerweise an, dass die Substanz anschlägt und die Selbstheilung aktiviert wurde. Homöopathika sollten mindestens 10 Minuten vor dem Essen eingenommen werden, am besten über die Mundschleimhaut, wo man Tropfen oder Globuli zergehen lässt. Gelagert werden sie lichtgeschützt und kühl, aber nicht im Kühlschrank. Auch Strahlungsfelder wie Handys, PC oder TV sollten ein paar Meter weit weg stehen. Ebenso ätherische Salben und Öle, die in Zahnpasten enthalten sind, schwächen die Wirkung. Wechseln Sie die Zahnpasta, solange Sie Homöopathika nehmen.
Umfassende Beratung und genauere Details bietet Ihnen Ihre Apotheke.
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Einige Beispiele für Homöopathika und Wirkungskreise:
Beginnender grippaler Infekt: Aconitum; Hohes Fieber mit Schweiß: Belladonna; Trockener Husten: Drosera; Heftiger Husten mit Erbrechen: Ipecacuanha; Fließschnupfen: Allium cepa; Stockender Schnupfen: Luffa; Schnupfen bei Kindern: Sambucus; Komplexmittel: Gripp-Heel, Metavirulent; Spigelon, Toxi Loges; Lymphomyosot, Echinacea
Suchen Sie auf jeden Fall Rat bei erfahrenen Homöopathen, welche Substanz für Sie richtig ist!
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