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Künstlergespräche in der Sala Terrena |
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Haydn talk |
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Martina Lex
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Montag, 28. September 2009 |
Die HAYDN TALKS sind eine Gesprächsreihe, die in den Ausstellungsräumen von „Haydn Explosiv – eine europäische Karriere am Fürstenhof der Esterházy“ in der Sala Terrena des Schlosses Esterházy in Eisenstadt stattfindet.
Von links: Kurator Herbert Lachmayer, Agnes Ottrubay, Dir. Karl Wessely/Esterházy Kultur
Das umfassende Thema der Reihe ist die Aktualität des 18. Jahrhunderts für uns heute. Den Auftakt machten die Ausstellungskünstler Franz West, die Gruppe Gelitin und Erwin Wurm mit dem Ausstellungskurator Herbert Lachmayer. In lockerer und unkonventioneller Art diskutierten die Künstler über den heutigen Kunstmarkt, wo neben Sammlern, öffentliche Auftragsgeber vorherrschen und das Auftragswesen in der Haydn Zeit, in der hauptsächlich die fürstliche Herrschaft als Auftraggeber fungierte.
Produktive Dekadenz
Die politischen wie kulturellen Umbrüche eines „Début de Siécle“ vor und um 1800 könnte man mit dem Wort „produktive Dekadenz“ beschreiben – reagierten doch die Künstler und ihr gebildetes Publikum kreativ auf die Auflösung der ständischen Hierarchien und Werterhaltungen wie auf die Korrosion moralischer Normen. Hat doch diese Gesellschaft eine höchst differenzierte „Geschmacksintelligenz“ entwickelt – vom Rokoko und Klassizismus bis hin zum radikal schlichten Biedermeier. Auch Haydn war auf seine Art subversiv, wenn er - gegen den Wunsch der fürstlichen Herrschaft – für andere Auftraggeber komponierte, respektive seine Kompositionen in ganz Europa drucken und verbreiten ließ.
LebensArt mit Kunst
Vieles hatten die KünstlerInnen damals wie heute gemeinsam: Neben dem Freiheitsstreben, der ständigen Suche nach neuen Individualismusformaten, erwartet man sich heute von den contemporary artists „bespaßt“ zu werden, neue Erregungsstrategien und Provokationen, die Gelitin gleich voll ausreizten und kein Hehl über ihre Ablehnung gegenüber Medien machten.
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