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Haydn unkonventionell und vielfältig |
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Administrator
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Montag, 28. September 2009 |
Exklusiv für das Haydn-Jahr komponierte der Ausnahmemusiker Wolfgang Muthspiel im Auftrag der Esterházy Privatstiftung „double4tet“ – ein Auftragswerk, das die Verbindung zwischen Klassik und Jazz sucht – und – wie die Uraufführung am 4. September im Haydnsaal des Schlosses Esterházy in Eisenstadt gezeigt hat – auch gefunden hat.
Ausnahmemusiker Wolfgang Muthspiel
Das Wolfgang Muthspiel4tet und das Hugo Wolf Quartett – inspiriert von der musikalischen Intelligenz des großen Meisters Joseph Haydn - begeisterten das Publikum im ausverkauften Haydnsaal.
„Mit der Beauftragung dieses Werkes wollen wir bewusst machen, wie präsent, wie inspirierend und keineswegs alt und verstaubt Joseph Haydn auch für zeitgenössische Künstler sein kann. Wir freuen uns, dass Wolfgang Muthspiel diese Herausforderung angenommen hat und wir heute ein Konzert erleben durften, von dem ich überzeugt bin, dass auch Joseph Haydn seine Freude daran gehabt hätte“, ist Generaldirektor Dr. Stefan Ottrubay begeistert.
Double4tet: Modernes Jazz4tet trifft auf klassisches Streichquartett.
Das Zusammentreffen dieser zwei ausgezeichneten Quartette bot dabei eine kammermusikalische Grenzüberschreitung auf höchstem Niveau.
Die Musik des modernen Jazz4tets und des klassischen Streichquartetts fügten sich zu einem sinnlichen und klangschönen Hörerlebnis zusammen, in dem sich deren Musik mühelos zwischen beiden Klangwelten bewegte.
Das Werk in 7 Sätzen, das in der vom Jazz beeinflussten Klangsprache Wolfgang Muthspiels komponiert wurde, ist zugleich Reflexion und Echo auf ein zu Beginn gespieltes Streichquartett Joseph Haydns (Joseph Haydn, op. 20, Nr. 4, D-Dur).
Das Streich4tet bewegte sich dabei oft über denselben musikalischen Parcours wie das Jazz4tet, wobei die Ergebnisse dabei sehr unterschiedlich ausfielen.
Die Tugenden klassischer Musiker wurden dabei denen improvisierender Jazzer befruchtend gegenüber gestellt.
Die Uraufführung endete schließlich in einem finalen fulminanten Oktett, das das Publikum mit Beifallsstürmen goutierte.
„Das ganze Ensemble ist mir vertraut und als Komponist ist es mir immer wichtig, dass die Musiker in meinen Stücken strahlen“, so Wolfgang Muthspiel.
Das Streich4tet ist dabei dem Hugo Wolf Quartett auf den Leib geschrieben, während sich das Jazz4tet zum Teil improvisatorisch in einem streng determinierten kompositorischen Rahmen bewegt.
„Alles was ich für das Jazz4tet schreibe, ist von der Vorstellung des Klanges meiner Mitmusiker beeinflusst, mit denen ich schon viele Jahre musiziere.“
Die spezifische Herausforderung dieser Besetzung lag laut Muthspiel allerdings darin, kein Crossover zu betreiben, sondern die unterschiedlichen Stilistiken kompositorisch zu respektieren und deren Übereinkünfte unforciert zu feiern.
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