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Meine Meinung |
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Unternehmer werden, warum nicht? |
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Helmut Gillinger
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Montag, 28. September 2009 |
Alle Wirtschaftsforscher sind sich einig: Die Wirtschaft erholt sich langsam von so manchen branchenspezifischen Tiefschlaf, die Arbeitslosenraten werden aber in den nächsten Monaten ansteigen. Die Gründe dafür sind vielfältig, auch regional und saisonal. So mancher Langzeitarbeitslose denkt dabei immer öfter an die Möglichkeit des Ein-Personen-Unternehmens, der sogenannten EPU. Im Vergleich zu allen anderen Unternehmensformen sind diese am wenigsten von der Krise betroffen. Ja, sie sind geradezu im Aufwind, weil EPU vergleichsweise bescheidenere Anforderungen an den Ertrag ihrer Arbeit haben, flexibel sind und wenn notwendig rasch kürzer oder länger arbeiten.
Laut Statistik der WKO gibt es in Österreich bereits 205.276 EPU. Immerhin sind 63 Prozent mit ihrem Einkommen zufrieden, die schmale Kostenstruktur erlaubt, schnell auf den Markt und seinen Anforderungen zu reagieren. Seit Anfang September werden EPU bei Einstellung eines Dienstnehmers über das AMS unterstützt. So erhalten Ein-Personen-Unternehmen für den ersten Mitarbeiter 25% des Bruttolohns, maximal ein Jahr lang vom AMS ersetzt. Der neue Mitarbeiter darf höchstens 30 Jahre alt sein und muss beim AMS arbeitslos gemeldet sein. So hofft man, etwa 20.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Bereitschaft, Arbeitskräfte aufzunehmen ist laut KMU - Forschung Austria bei den Einzelkämpfern trotz Krise mit 48 Prozent Zustimmung sehr hoch.
Rund 70.000 Deutsche arbeiten bei uns in der Gastronomie, rund 100.000 OsteuropäerInnen im Pflegebereich. Das wären Tätigkeitsfelder, die gut zu EPU passen. Gut möglich, dass daraus sogar ein Klein-Unternehmen wird. Das hundertste Bewerbungsschreiben als unselbstständiger Mitarbeiter und dessen Ablehnung machen nämlich meist Körper und Seele krank, meint Ihr
Helmut Gillinger
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