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Einbrüche und Diebstähle im Mittelburgenland steigen weiter: |
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Wo bleibt unsere Sicherheit? |
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Helmut Gillinger
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Dienstag, 1. September 2009 |
Für die neu gegründete „SOKO-Ost“ wurden im Juli 2009 aus dem Burgenland 90 Polizeibeamte abgezogen. Mit 1. November 2009 ist diese Soko-Ost Geschichte zu Ende. Die Bilanz war mager, Erfolgszahlen gibt es keine. Innenministerin Maria Fekter wird sich auf die gefährdeten Kerngebiete konzentrieren müssen. Dazu gehört leider auch das Mittelburgenland.
Der Polizei fehlen in etwa 2.000 Beamte im gesamten Bundesgebiet, die es aber nicht gibt. Für das Burgenland sind das etwa 400 Beamte. Damit man aber wenigstens im Verwaltungsbereich Ersatz findet, möchte man andere Beamtenbereiche anfordern. Bei Telekom und Post sind viele unkündbar und freigestellt. Hier ergäbe sich ein Potential, das zumindest den Verwaltungsbereich bei der Polizei rasch entlasten könnte. Viele Betroffene sind interessiert, zur Polizei zu wechseln. Ansonsten heißt es auch im Burgenland „Bitte warten“.
Rasante Steigerung der Straftaten
Der Sicherheitsbeauftragte des Landes, LA Bgm. Erich Trummer schlägt mit dramatischen Zahlen Alarm. Die Zahl sämtlicher angezeigter Fälle im Mittelburgenland stieg mit Jahresbeginn um 8,4%. Damit gehört das Mittelburgenland zu den schlechtesten Bezirken im Lande. Dramatisch dabei: Nicht einmal jeder dritte Einbruch oder Diebstahl wird aufgeklärt, die Aufklärungsquote ist auf 32,1% gesunken, bei Wohnungseinbrüchen dramatisch weniger. Ursache für die steigende Unsicherheit im Grenzraum ist die Kürzungspolitik seit 2000. Trotz steigender Kriminalitätsrate um 20 Prozent wurden österreichweit 3.150 Planstellen abgebaut, 119 Polizeiposten geschlossen – davon im Burgenland 11. So ist etwa das Burgenland ein Eldorado für Autoeinbrecher: Ein gigantischer Anstieg um 115% lässt alle Alarmglocken läuten.
Wer sind die Täter?
Die Grenznähe des Burgenlandes hat natürlich eine spezielle Täterschaft. Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres drückt die Kriminalitätsrate nur marginal. Eher hat die Bevölkerung dadurch das subjektive Gefühl der Sicherheit. Wer sind also die Täter? Da die Aufklärungsquote gering ist, sind auch die Aussagen über Täter sehr schwierig. Beim Bundeskriminalamt geht man jedoch davon aus, dass überwiegend Rumänen, Bulgaren und Slowaken die EU-Reisefreiheit nutzen, um in Österreich Delikte zu begehen. Die Gefängnisstatistik mit Beginn 2009 spricht dazu eine klare Sprache: Der Ausländeranteil an Häftlingen betrug 42 Prozent. Den größten Anteil stellen die Rumänen.
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