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Haydns Welt in Lockenhaus gelandet |
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Rosemarie Szirmay-Wenzelburger
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Donnerstag, 23. Juli 2009 |
Zum 28. Internationalen Kammermusikfest vom 9. bis 19. Juli kommt Joseph Haydn als fiktiver Gesprächspartner zur Internationalen ACADEMY nach Lockenhaus.
In seiner Laudatio dankt er Gidon Kremer und Msgr. Prof. Pfarrer Josef Herowitsch, denen es gelungen ist, seit dem Jahr 1981 eine Idee zur Verbreitung der Musik zu gründen:
Weltumspannend, wie Haydns Musik ist, von überwältigender Schönheit und Klangfülle, sprühend durch Witz und einer schier grenzenlosen Geistigkeit, die in eine vollkommenere Welt führt.
ACADEMY als Zentrum einer musikalischen Elite
„Wo habt ihr die Kinder gelassen?“ fragt Papa Haydn den jungen künstlerischen Geschäftsführer Matthias Mayr, der im heurigen Jahr erstmals Gidon Kremer vertreten darf.
„Wir haben es probiert, haben Projekte gemacht, aber es wurde von den Lehrern nicht richtig angenommen“, verteidigt sich der junge Künstler aus Südtirol und weiter:
„Wir haben aber eine ACADEMY, ein Zentrum für Eliteförderung geschaffen, die sich als Anlaufstelle für herausragende Persönlichkeiten aus den Bereichen der Musik und der Musikwissenschaft, so wie den vielversprechendsten Nachwuchsinterpreten der Gegenwart verpflichtet fühlt.“
Papa Haydn:
„So geht das nicht. Er mache mir einen Vorschlag, wie Er Kinder für Klassische Musik begeistert.
Zu meinem 200. Todestag wird man sagen, als Prophylaxe gegen alles und jedes, auch gegen keifende Ehefrauen. Er ist ein junger Mensch, Er möge mit Ideen die Welt bewegen. Spiele Er meine Sinfonie Nr. 20 C-Dur, um der Trägheit in die Ohren zu blasen. 2 Hörner, 2 Oboen, 2 Trompeten in C, Pauken, Streicher und in 18 Minuten sind die Gehörgänge für Musik-verständnis offen.
Matthias Mayr:
„Die New York Times zählt Lockenhaus zu den zwei besten Festivals der Welt und erklärt das Kammermusikfest zu einem europäischen Kulturerbe, das weltweit seinen programmatischen Einfluss geltend mache.“
Papa Haydn:
„So ist es recht, so soll es sein.
Sage Er mir, meine Welt in Eurer Welt entstand in Lockenhaus? In einem Land, welches im Jahr 1921 zu Österreich kam. Dort, abseits der großen Bühnen von St. Margareten und Mörbisch, in einem Zentrum der Mitte. In einer Welt, in der die Weite der Landschaft die Templerburg Lockenhaus nicht erahnen lässt. In dieser Abgeschiedenheit, die mich an das Esterházyschloss Fertöd erinnert, wo ich zahlreiche Werke geschaffen und mit meinen Musikern geprobt habe. Warum dort?“
Gemeinschaftsgeist, der beflügelt
Matthias Mayr:
„Weil dort Gidon Kremer und Pfarrer Josef Herowitsch Eurer Musik anlässlich Eures 200. Todestages die Ehre erweist.“
Gidon Kremer sammelt Jahr für Jahr Musikerfreunde um sich, um künstlerische Entwicklungslinien und Wege einander in vielfältiger Weise kreuzen zu lassen.
Das Grundprinzip ist in all den Jahren dasselbe geblieben: Im Vordergrund steht die Freude an Musik, am gemeinsamen Ausprobieren und Experimentieren, an Diskussionen im Beisammensein. Die Offenheit der Begegnungen erwirkt, dass Ensembles sich für eine Komposition finden, fixe Gruppierungen sich mischen. Es darf experimentiert werden, denn in Lockenhaus zählt nicht nur die Einzelleistung.“
Papa Haydn:
„Und hat Er Geister gesehen, zum Beispiel im Kultraum? Man sagt, der Geist der Templer schwebt durch die Räume. Meine Sprache verstehet man durch die ganze Welt, also, hat er vielleicht Wolfgang Amadeus Mozart gesehen? Hat Er Kammermusik, Orchestermusik und Vokalmusik gehört?“
Matthias Mayr:
„Wir werden Streichquartett spielen, Eure bedeutendsten Erfindungen. Junge, hoch begabte Streichquartett-Ensembles werden Euren kompositorischen Schritten folgen, sie nachvollziehen. Eure „Clavier-Sonaten mit Violine und Violoncello werden in Lockenhaus auch die Geister betören und den Menschen ins Hörfeld rücken, um deren Geist zu beflügeln. Auch werden des Meisters „Baryton-Trios“ die Burg mit Klang erfüllen.
Meister, Sie werden Ihre Werke genießen: Symphonien, Cello- und Trompetenkonzerte, Klaviersonaten, Streichtrios, Opernarien, Lieder, eine der Messen und weitere geistliche Musik.
Wir, unter Gidon Kremer verstehen, Ihre musikalische Welt, die sie den Menschen geschenkt haben.“
Papa Haydn:
„Dann spiele Er auch Werke meiner Zeitgenossen, Mozart, Pleyel, Salieri und meines Schülers Beethoven, der jetzt wieder sein Gehör gefunden hat – und sehr sensibel auf falsche Töne reagiert, indem er seine alten Hörrohre nach den Musikern wirft.“
Matthias Mayr:
„Meister, ein Schwerpunkt gilt auch Paul Hindemiths Kammermusik. Man sagt ihm ähnlich viel spielerische Lust und kompositorischen Tiefgang nach.“
Papa Haydn:
„Was hat Er mir Gutes noch zu sagen, wo mich doch das Vergessen der Lehrer in ihrer Verantwortung für die musikalische Früherziehung der Kinder Sorgen bereiten.“
Matthias Mayr:
„Meister, wie immer kann das Publikum bei den Proben kostenlos dabei sein und miterleben, wie Interpretationen entstehen. Auch Kinder und Lehrer sind dazu eingeladen. Das 28. Internationale Kammermusikfest Lockenhaus 2009 steht unter dem Motto: „Haydns Welt in unserer Welt“
Seit dem Jahr 2006 steht das Kammermusikfest auch in Partnerschaft mit Raiffeisen. GD Stv. Leopold Buchmayer besucht alle unsere Veranstaltungen. Mit einem stark ermäßigten Jugend Ticket wollen Raiffeisen auch der Jugend – den Besuchern von Morgen – einen Zugang zum Kammermusikfestival Lockenhaus ermöglichen.“
www.kammermusikfest.at
Kontakt: Internationales Kammermusikfest Lockenhaus, Hauptplatz 5, Tel.02616 – 2100
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